§ 70 der Fahrerlaubnisverordnung (FeV)§ 70 der Fahrerlaubnisverordnung (FeV)§ 70 der Fahrerlaubnisverordnung (FeV)

Das Verkehrsdelikt, welches zu einer MPU führt ist meistens schwerwiegend. Leichtsinnigkeit (u. a. Raserei) und die mangelnde Fähigkeit Alkohol/Drogen und Fahren zuverlässig zu trennen sind die Gründe, aufgrund welcher eine MPU von der Führerscheinstelle angeordnet wird. Trotzdem ist es vom Gesetzgeber festgelegt, dass Personen, die eine schwerwiegende Verkehrswidrigkeit begangen haben, immer die Möglichkeit haben, den Führerschein zurückzubekommen.

Kann die MPU verjähren?

  • Die MPU ist mit psychischem Stress und einem enorm hohen Geldaufwand verbunden. Genau aus diesem Grund stellt sich die Frage, ob und wie man die MPU umgehen kann.
  • Hierzu gibt es zwei Dinge zu sagen. Einerseits ist es so, dass wer zur MPU geladen wird, diese auch absolvieren muss. Andererseits kann man sich reichlich Zeit lassen und nach 15 Jahren “Wartezeit” kann man den Führerschein neu beantragen, ohne die MPU machen zu müssen. Wobei wer will schon 15 Jahre auf seinen Führerschein und seine Mobilität verzichten? 15 Jahre warten ist für die meisten Betroffenen keine wirkliche Option.
  • Sollte der Betroffene jedoch trotzdem 15 Jahre lang auf seine Fahrerlaubnis verzichten, wird davon ausgegangen, dass bei Neubeantragung des Führerscheins sowohl Praxis, als auch Theorie bereits vergessen sind. Somit müssen dann beide Prüfungen neu abgelegt werden und Fahr- und Theoriestunden müssen besucht werden.
  • Anordnungen der Straßernverkehrsbehörde können grundsätzlich nicht verjähren. Man spricht zwar vom “Verjähren”, allerdings wird nur der Eintrag gelöscht.
  • Sollte der Betroffene fünf Jahre lang nicht im Straßernverkehr auffallen, beginnt die Verjährungsfrist von 10 Jahren. Die Einträge werden nach 10 Jahren aus dem Verkehrsregister gelöscht.
  • Zum unauffälligen Verhalten im Straßernverkehr zählt nicht nur das Führen eines Kraftfahrzeugs, sondern auch das Fahrradfahren. Wer betrunken oder unter Drogeneinfluss Fahrrad fährt, riskiert einen Punkt in Flensburg und verbaut sich somit die Chance, dass die MPU “verjährt”. Selbst das Überqueren einer Straße bei roter Ampel führt möglicherweise zu Problemen.
  • Da für die meisten Betroffene eine derart lange Wartezeit verständlicherweise absolut nicht in Frage kommt, empfehlen wir eine intensive und problemangemessene MPU-Vorbereitung - in der für Sie passenden Form.

Am besten bereiten sich Betroffene, wie folgt, auf die MPU vor

  • Eine gute Option zur Vorbereitung ist das Besuchen eines Vorbereitungskurses. Dies kann in Gruppen, aber auch in Einzelstunden geschehen. Abhängig von der Gruppengröße verändert sich der Preis. Sollte sich der Betroffene keine Einzelstunden leisten können, ist es eine gute Option Gruppenstunden zu besuchen und zusätzlich einige Male zum Verkehrspsychologen zu gehen, da dieser mehrere Tipps zum Bestehen geben kann. Innovative und umfangreiche Online-Vorbereitungskurse etablieren sich in Deutschland immer mehr und sind aus unserer Sicht empfehlenswert und eine sehr gute Alternative zu den klassischen und sehr kostenintensiven Vorbereitungsmaßnahmen. Außerdem steht enorm viel verschiedenes Material (u. a. gute Bücher) zur Verfügung, mit dem man sich auf die MPU vorbereiten kann. Steht der Termin zur MPU fest, sollte der Betroffene bereits begonnen haben, sich auf seine MPU vorzubereiten.
  • Je nach Komplexität der Fragestellung kann die Vorbereitung aufgrund der geforderten Verzichts- bzw. Abstinenzbelege bis zu 12 Monate dauern. Bei der Vorbereitung sollte unbedingt bedach werden, dass nicht nur der Gesundheitszustand geprüft wird, sondern vor allem die psychischen Voraussetzungen und die Verhaltensänderungen. Hierzu zählt bspw.: Sieht der Betroffene sein Fehlverhalten ein? Ist er sich dessen bewusst, wie man Fahren und Trinken zukünftig erfolgreich trennen kann?
Nur in dem Fall, dass der Gutachter absolut davon überzeugt ist, dass die Betroffene alle Voraussetzungen erfüllt, bekommt der MPU-Teilnehmer ein positives Gutachten und somit seinen Führerschein zurück. Sollte der Gutachter auch nur die geringsten Zweifel haben, gilt die MPU als “nicht bestanden” und muss wiederholt werden. In manchen Fällen wird auch ein Kurs nach §70 der Fahrerlaubnisverornung vom Gutachter empfohlen. Man bekommt dann nach der MPU seine Fahrerlaubnis erst zurück, wenn man den Kurs absolviert hat.