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MPU Abstinenznachweis: 6 oder 12 Monate

Auch wenn nicht zwingend jede MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) an einen Abstinenznachweis geknüpft ist, so doch zumindest in fast allen Fällen, in denen ein wiederholter oder aber übermäßiger Drogen- oder Alkoholmissbrauch im Zusammenhang mit dem Entzug der Fahrerlaubnis festgestellt wurde.

In solchen Fällen müssen die Betroffenen über einen Zeitraum von 6 oder 12 Monaten nachweisen, dass sie dem Alkohol bzw. den Drogen entsagt haben. Es gibt viel Verunsicherung darüber, wann und ob ein MPU Abstinenznachweis für 6 Monate und wann für 12 Monate erbracht werden muss und wie der Nachweis zu erbringen ist. Unser nachfolgender Ratgeber wird hierzu einiges Licht ins Dunkle bringen. 

1. Handelt es sich um ein einmaliges Delikt?

2. Wie hoch waren die gemessenen Werte?

Abstinenznachweis​

Kein Nachweis 6 Monate 12 Monate

Alkohol

Bei einmaligem Delikt

mit geringer

BAK

Bei einmaligem Delikt

mit "geringer" bis mittlerer

BAK

In allen anderen Fällen

Drogen

nicht möglich

Bei einmaligem Delikt

mit geringer

Drogenwerten (nur bei THC möglich)

In allen anderen Fällen

Alkohol Drogen

Kein Nachweis

Bei einmaligem Delikt mit geringer BAK

nicht möglich

6 Monate

Bei einmaligem Delikt mit "geringer" bis mittlerer BAK

Bei einmaligem Delikt mit geringer Drogenwerten (nur bei THC möglich)

12 Monate

In allen anderen Fällen

In allen anderen Fällen

Jeder einzelne Fall muss stets individuell diagnostisch eingeordnet werden, was ein fachkundiger Verkehrspsychologe machen sollte, ansonsten laufen Sie Gefahr, sich falsch einzuordnen. Im schlimmsten Fall reicht die Dauer der Abstinenzbelege am Tag der MPU nicht aus und sie erhalten eine negative MPU. Nicht selten werden Abstinenzbelege aber auch ganz umsonst gemacht, weil nicht jeder Betroffene muss abstinent leben (gilt nur bei Alkohol). Die Grafik und die nachstehende Liste geben wirklich nur einen ersten Anhaltspunkt, in welche Richtung es üblicherweise geht. Seit der überarbeiteten Fassung der Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahreignung (2022) gibt es sogar Sonderfälle, bei denen 15 Monate belegte Abstinenz erforderlich sind. Umso wichtiger ist es, dass Sie Ihren Einzelfall genau prüfen lassen.

Schauen wir uns einige mögliche Fallbeispiele an

Beispiel Dauer der Abstinenz in der Regel (Richtwerte)

Leichter Cannabismissbrauch bei einem Erstdelikt

6 Monate

Drogenmissbrauch mit einem hohen Blutwert
12 Monate
Drogenmissbrauch mit einem mittleren Blutwert und wiederholtem Vergehen
12 Monate
Alkohol zwischen 1,1 und 1,6 Promille und kaum Auffälligkeiten beim Fahrer (was auf einen regelmäßigen Konsum schließen lässt)
6 Monate
Alkohol unter 1,6 Promille, Erstdelikt und erkennbares Betrunkensein
kein MPU Abstinenznachweis erforderlich
Alkohol über 1,6 Promille bei einem Erstdelikt
kein Abstinenznachweis oder 6 Monate
Alkoholwert von über 2,0 Promille
in der Regel 12 Monate
Alkoholwert über 1,6 Promille und wiederholtes Delikt
in der Regel 12 Monate

Abstinenznachweis im Fall von Alkoholmissbrauch

In den meisten Fällen muss man keinen Nachweis über eine Alkoholabstinenz im Rahmen der MPU erbringen, wenn es sich um ein einmaliges Delikt und nur um eine “geringe” Blutalkoholkonzentration (BAK) gehandelt hat (MPU ohne Abstinenznachweis – Diese Möglichkeiten haben Sie).

Werden jedoch bei der Kontrolle bereits mittlere Blutalkoholwerte festgestellt und selbst wenn es sich um eine erstmalige Auffälligkeit handelte, ist es manchmal ratsam eine Trinkpause mit Abstinenznachweisen für einen Zeitraum von 6 Monaten nachzuweisen. Anschließend kann sogenanntes kontrollierte Trinken praktiziert werden. Wichtig ist allerdings, dass sich das kontrollierte Trinken vor der MPU bereits über mehrerer Monate stabil etabliert hat.

In allen anderen Fällen, also entweder bei höheren Blutalkoholwerten oder aber bei einem wiederholten Delikt oder gar einer Kombination aus beiden, muss in der Regel ein Nachweis der Abstinenz über einen Zeitraum von 12 Monaten erfolgen.

 

Neue höchstrichterliche Rechtsprechung

In einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig (BVerwG 3 C 3.20) entschied der Richter, dass es rechtens war, dass ein Mann der nur 1,1 Promille Blutalkohol bei der Verkehrskontrolle hatte dennoch zur MPU mit einem Abstinenznachweis musste. Begründet wurde das Urteil damit, dass der Fahrer keinerlei alkoholbedingten Ausfallerscheinungen zeigte, was auf einen regelmäßigen Alkoholkonsum schließen lässt. Letztendlich spielen ganz viele Faktoren eine Rolle, die im Vorfeld gründlich geklärt werden müssen (Alter, Uhrzeit, Konsummuster der Vergangenheit, allgemeine Lebensgestaltung, negative Auswirkungen des Konsums, Konsumgründe etc.).

In einer kostenlosen MPU-Erstberatung können Sie Ihren ganz konkreten Fall mit einem Verkehrspsychologen besprechen, um zu klären, ob ein kontrollierter Alkoholkonsum für Sie möglich ist oder ob 6 oder 12 Monate Abstinenz erforderlich sind.

Abstinenznachweis im Fall von Drogenmissbrauch

Bei Drogendelikten verhält sich die Sache ein wenig anders. Generell wird hier strenger vorgegangen als bei Alkohol. So ist es bei einer MPU wegen Drogen gar nicht möglich, eine MPU ohne einen Abstinenznachweis zu machen, auch nicht bei leichten und/oder erstmaligen Delikten. In den Begutachtungsleitlinien gibt es zwar die sogenannte D4-Hypothese, mit der untersucht werden soll, ob jemand sicher zwischen Cannabiskonsum und Fahren trennen kann, ähnlich wie beim kontrollierten Trinken. In der Praxis wird diese Hypothese aber von den MPU-Stellen nicht angewandt. Belege sind daher grundsätzlich notwendig.

Wird ein Betroffener das erste Mal mit Drogen erwischt und gleichzeitig nur geringe Werte (THC und Carbonsäure) im Blut festgestellt (nur bei Cannabis möglich), reicht ein Abstinenznachweis von nur 6 Monate aus. In allen anderen Fällen oder wenn der THC COOH Wert hoch ist, muss für die MPU der Nachweis jedoch für 12 Monate erbracht werden. 

 

Cannabis MPU ohne Abstinenz? 

In ganz wenigen Sonderfällen (D4) kann eine Cannabis MPU (nur bei Cannabis) ganz ohne Abstinenz bestanden werden. Das ist die sog. Hypothese D4. Hierzu beraten wir Sie gerne in einer kostenlosen Erstberatung.

 

Achtung: Die Rechtsprechung ist sich hier nicht einig

Was im Falle von Cannabis als geringe Menge zu werten ist, ist nicht genau definiert. Hier sind die Übergänge sehr fließend und einzelne Bundesländer und natürlich einzelne Richter haben hierzu eine unterschiedliche Auffassung. Was bei dem einen als geringe Menge oder Probierverhalten gewertet wird (und mit einem Abstinenznachweis von 6 Monaten belegt wird) kann bei einem anderen als zu viel angesehen und mit 12 Monaten Abstinenznachweis einhergehen. Auch hier spielen wieder viele Faktoren eine Rolle (u. a. Dauer des Konsums, Gründe des Konsums, Konsummuster etc.).

 

Wie muss ein Abstinenznachweis erbracht werden?

Ein MPU Abstinenznachweis 6 Monate oder 12 Monate dient der Feststellung, ob der Betroffene sich im Laufe eines bestimmten Zeitraums gebessert und seine Drogen- bzw. Alkoholprobleme in den Griff bekommen hat. Man kann Drogen- und Alkoholabstinenz auf zwei verschiedene Weisen nachweisen:

1. Durch Urinanalysen.

2. Über eine Haaranalyse.

Übrigens: Die früher noch untersuchten Leberwerte haben heute keine Bedeutung mehr (Die Bedeutung der Leberwerte bei der MPU).
 

Handelt es sich um eine Alkohol MPU werden bei einem 6-Monats-Zeitraum entweder 4 Urintest gemacht oder aber 2 Haaranalysen durchgeführt. Bei einer Haaranalyse dürfen maximal 3 cm Haar verwendet werden, was einem Nachweiszeitraum von rund 3 Monaten entspricht. Das erklärt die zwei Analysen. Bei einem 12-Monats-Zeitraum werden entweder 6 Urintests oder demnach 4 Haaranalysen notwendig.

Bei einer Drogen MPU  dürfen 6 cm Haare für eine Analyse herangezogen werden, was somit einer Zeitspanne von rund 6 Monaten entspricht. Demnach werden bei einem Abstinenznachweis von 12 Monaten – anders als bei Alkoholmissbrauch – 6 Urinscreenings oder aber 2 Haaranalysen durchgeführt.

 

Urintest im Rahmen eines Abstinenznachweises

Da man Drogen und Alkohol nicht sehr lange im Urin nachweisen kann, werden Urintests stets sehr kurzfristig anberaumt. Durchläuft man ein Abstinenzkontrollprogramm bekommt man von dem durchführenden Labor zu einem nicht vorhersehbaren Zeitpunkt eine Nachricht (Anruf, SMS, E-Mail) und dann muss der Betroffene das zugelassene bzw. zertifizierte Labor innerhalb eines Tages aufsuchen.

Wie lange genau bestimmte Stoffe im Urin nachgewiesen werden können, hängt von diversen Faktoren ab wie z.B. der konsumierten Menge, der Regelmäßigkeit, dem individuellen Stoffwechsel und weiteren.

Einige Stoffe und deren durchschnittlicher Nachweisfähigkeit im Urin
Art der Droge Nachweis im Urin möglich
Cannabis
seltener Konsum: 2 bis 3 Tage
regelmäßiger Konsum: 6 bis 8 Wochen
chronischer Konsum: bis zu 12 Wochen
Ecstasy (MDMA, MDE, MDA)
1 bis 4 Tage
Speed
1 bis 3 Tage
Crystal
1 bis 3 Tage
2 bis 4 Tage

Quelle: drugcom.de

Haaranalyse im Rahmen eines MPU Abstinenznachweises

In einem Zentimeter Haar können Ablagerungen von Drogen und auch Alkohol von rund einem Monat gemessen werden. Für eine Haaranalyse von 3 Monaten sind demnach 3 Zentimeter Haare notwendig. Alles rund um die Haaranalyse finden Sie unter MPU Haaranalyse – Erfahrungen, Ablauf und Kosten.

 

MPU Haaranalyse – Erfahrungen, Ablauf und Kosten

Sollten Ihre Haare nachweislich nur 0,7 cm im Monat wachsen, dürfen auch entsprechend rund 4 cm abgeschnitten werden. Zumeist wird eine bleistiftdicke Strähne kurz über der Wurzel abgeschnitten und für die Analyse herangezogen.

Haare, die gefärbt sind, gebleicht oder zu kurz können für eine Haaranalyse nicht herangezogen werden. In diesen Fällen müssen alle Untersuchungen mittels Urinprobe durchgeführt werden.

 

Wo kann ich meinen Abstinenznachweis machen?

Es gibt sehr genaue Anforderungen an die Stellen, an denen ein MPU Abstinenznachweis durchzuführen ist. Die Labore müssen zwingend die CTU-Kriterien erfüllen, ansonsten werden die Belege nicht anerkannt. Alle Regelungen hierzu sind in Anlage 14 (zu § 66 Absatz 2) der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) geregelt. Ein Abstinenznachweis beim Hausarzt ist heutzutage nicht mehr möglich. Weiter unten finden Sie die Preise unseres Partners und Sie können sich direkt online anmelden. 

 

 

Rechtliche Konsequenzen bei Fälschung des Abstinenznachweises

Die Manipulation oder Fälschung eines Abstinenznachweises ist kein Kavaliersdelikt und kann schwerwiegende rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

 

Strafrechtliche Konsequenzen

Die Fälschung von Dokumenten wie einem Abstinenznachweis kann strafrechtlich als Urkundenfälschung geahndet werden. Nach § 267 des deutschen Strafgesetzbuches (StGB) kann dies mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder mit einer Geldstrafe bestraft werden. In schweren Fällen kann die Strafe sogar noch höher ausfallen.

 

Auswirkungen auf die MPU

Bei Verdacht auf Fälschung des Abstinenznachweises kann die zuständige Behörde die Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) ablehnen oder das bisherige Ergebnis annullieren. Ebenso kann die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis abgelehnt oder verschoben werden, was bedeutet, dass die betroffene Person ihren Führerschein nicht zurückerhält oder die Rückgabe verzögert wird.

 

Verlängerte Abstinenznachweise

Wenn die Fälschung aufgedeckt wird, kann die Behörde verlangen, dass der Betroffene einen längeren Abstinenznachweis erbringt. Anstatt der ursprünglichen 6 oder 12 Monate kann die Forderung darüber hinaus verlängert werden.

 

Es ist wichtig, sich bewusst zu sein, dass die Manipulation oder Fälschung von Abstinenznachweisen nicht nur die eigene Glaubwürdigkeit, sondern auch die Chance auf eine erfolgreiche MPU ernsthaft gefährdet. Wer einen solchen Weg erwägt, sollte daher unbedingt die potenziellen Konsequenzen bedenken und stattdessen auf eine ehrliche und konsequente Abstinenz setzen. 

 

Drei Geschichten, die Mut machen

Wenn man mit einer MPU und einem Abstinenznachweis konfrontiert ist, bedeutet dies eine große persönliche Herausforderung, die es zu überwinden gilt. Deshalb möchten wir zum Abschluss von drei Fällen aus unserer Praxis erzählen, die allen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, Mut machen und inspirieren, den gleichen Weg zu gehen. Die Namen haben wir selbstverständlich geändert, die Geschichten hingegen nicht: 

 

Paulas Weg zur Abstinenz

Paula, eine 45-jährige Sekretärin, wurde mit einer Alkoholkonzentration von 1,6 Promille am Steuer erwischt. Sie verlor ihren Führerschein und musste zur MPU. Anfangs war sie wütend und frustriert, doch sie akzeptierte schließlich ihre Situation. Sie begann eine ambulante Therapie und erzielte regelmäßige Abstinenznachweise

 

Es war hart, und es gab viele Herausforderungen auf dem Weg, aber sie blieb stark. Nach 12 Monaten bestand sie, dank der Unterstützung der MPU-Akademie, die MPU und bekam ihren Führerschein zurück. Heute ist sie stolz auf ihren Weg und den Willen, ihr Leben zu ändern.

 

Jans Umgang mit Drogen

Jan, ein 29-jähriger DJ, hatte seit seiner Teenagerzeit regelmäßig Drogen konsumiert. Als er bei einer Verkehrskontrolle positiv auf Cannabis getestet wurde, wurde ihm die Fahrerlaubnis entzogen. Jan erkannte, dass er ein Problem hatte, und beschloss, Hilfe zu suchen. 

 

Er begann neben der Vorbereitung auf die MPU bei uns mit einer Drogentherapie und lebte für 12 Monate abstinent, was durch regelmäßige Haaranalalysen bestätigt wurde. Nach einem Jahr der Abstinenz bestand er die MPU und erhielt seine Fahrerlaubnis zurück. Heute arbeitet er aktiv in der Drogenprävention und nutzt seine Geschichte, um anderen zu helfen. Wir sind heute noch in Kontakt.

 

Martinas Veränderung

Martina, eine 52-jährige Geschäftsfrau, war bekannt für ihren hohen Alkoholkonsum bei Geschäftsessen und -veranstaltungen. Nachdem sie eines Abends nach einer Firmenfeier alkoholisiert Auto gefahren war und einen Unfall verursacht hatte, wurde ihr der Führerschein entzogen

 

Martina musste sich einer MPU unterziehen und musste aufgrund ihrer Vorgeschichte einen Abstinenznachweis erbringen. Sie fühlte sich zunächst überfordert, aber mit Unterstützung ihrer Familie und durch die Vorbereitung bei uns gelang es ihr, abstinent zu bleiben. Sie nahm regelmäßige Bluttests vor und nach einem Jahr Abstinenz bestand sie die MPU mit Bravour. Sie behielt ihre Abstinenz bei und änderte ihren Lebensstil. Heute lebt sie gesünder und ist ein Vorbild für ihre Kollegen. Auch mit Martina sind wir nach wie vor in regelmäßigem Kontakt. 

 

Fazit

Ob ein MPU Abstinenznachweis für 6 Monate oder 12 Monate notwendig ist, entscheidet ein Gutachter am Tag der MPU entsprechend der Rechtslage und Ihrem Fall. Eine gründliche und gute Klärung ihres Einzelfalls ist daher erforderlich, damit Sie beim ersten Anlauf Ihre MPU bestehen und Sie am Tag Ihrer MPU keine bösen Überraschungen erleben. Die Regelungen für Drogen- und Alkoholdelikte sind jeweils unterschiedlich und hängen zudem von der Schwere des Vergehens bzw. der Höhe der gemessenen Werte und vielen anderen Faktoren ab.

Wichtiger Hinweis: Am Tag der MPU muss das Kontrollprogramm der Abstinenz bereits erfolgreich abgeschlossen sein. Weder die Führerscheinstelle noch das Gericht teilen Ihnen mit, ob Sie Abstinenzbelege benötigen oder nicht. Daher ist es wichtig, dass Sie sich rechtzeitig – am besten direkt nach dem Delikt – ausführlich informieren und Ihren Einzelfall mit einem Verkehrspsychologen besprechen, damit gegebenenfalls ein Kontrollprogramm begonnen werden kann.

Die Regelungen der MPU selbst und der Abstinenzzeiträume sind komplex und es müssen genaue Prozedere und Fristen eingehalten werden. In den meisten Fällen wird Ihnen auch keiner vorschreiben, wann genau Sie den MPU Abstinenznachweis zu erbringen haben – Sie müssen sich selbst darum kümmern, wenn Sie Ihren Führerschein so schnell wie möglich zurück haben wollen. Nutzen Sie am besten unsere kostenlose und vollkommen unverbindliche MPU-Erstberatung – zu Ihrem eigenen besten!”

Preise für die Abstinenz und Anmeldung

Kosten für Laborscreenings: PREISE
Haaranalyse auf Drogen (bis zu 6 Monate rückwirkend)
179,90 €
Haaranalyse auf Alkohol (bis zu 3 Monate rückwirkend)
164,90 €
Haaranalyse auf Alkohol (EtG) und Drogen
299,90 €
Isoliertes Urinscreening auf Alkohol
77,00 €
Isoliertes Urinscreening auf Drogen
93,00 €
Isoliertes Urinscreening auf Alkohol und Drogen
144,00 €
Isoliertes Urinscreening auf Drogen und Medikamente
119,90 €

In der Tabelle finden Sie die Preise unseres Kooperationspartners Synlab. Um zu klären, ob Sie Abstinenznachweise benötigen und um zu klären, ob Sie 6 oder 12 für eine positive MPU benötigen, reservieren Sie sich bitte eine kostenlose MPU-Erstberatung. Im Anschluss daran, können wir Sie direkt hier online für ein Kontrollprogramm anmelden. 

Abstinenznachweis 6 oder 12 Monate – Machen Sie unseren kleinen Test

Wenn Sie wissen möchten, ob bei Ihnen eher ein Abstinenznachweis für 6 Monate oder aber für 12 Monate erforderlich ist, können Sie gerne unseren nachfolgenden Test machen. Gehen Sie auf Start und arbeiten Sie sich, je nach Beantwortung der Frage mit “Ja” oder “Nein” immer weiter, bis Sie am Ziel angekommen sind.

FAQ

Zum Abschluss haben wir Ihnen noch eine Reihe von typischen Fragen zusammengestellt:

 

Was ist der Unterschied zwischen einem Abstinenznachweis und einem Drogentest?

Ein Drogentest wird in der Regel einmalig durchgeführt und zeigt nur den momentanen Zustand, d. h., ob Substanzen zum Testzeitpunkt im Körper nachweisbar sind. Ein Abstinenznachweis hingegen belegt über einen längeren Zeitraum, oft mehrere Monate, den dauerhaften Verzicht auf bestimmte Substanzen.

 

Wie oft und über welchen Zeitraum muss ich einen Abstinenznachweis erbringen?

Das hängt von der Situation und den Anforderungen der Institution ab, die den Nachweis verlangt. In der Regel ist ein Abstinenznachweis über 6–12 Monate erforderlich, wobei in dieser Zeit mehrere unangekündigte Tests durchgeführt werden.

 

Kann ein Abstinenznachweis falsch-positiv sein?

Ja, es gibt Fälle, in denen ein Abstinenznachweis falsch-positiv sein kann. Dies kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden, wie bestimmte Medikamente, Lebensmittel oder Fehler im Testprozess. Bei einem unerwarteten positiven Ergebnis sollten Sie das Labor oder die Einrichtung kontaktieren, um den Test zu besprechen oder erneut durchführen zu lassen.

 

Was geschieht, wenn ich einen Test für den Abstinenznachweis verpasse?

Das Verpassen eines Tests kann als positiver Test gewertet werden, da dies als möglicher Versuch interpretiert werden könnte, den Test zu umgehen. Es ist daher wichtig, alle Termine für den Abstinenznachweis wahrzunehmen.

 

Können Alkohol oder Drogen auch noch nach langer Abstinenz im Körper nachgewiesen werden?

Die meisten Drogen sind nach einigen Tagen bis Wochen nicht mehr im Körper nachweisbar. Alkohol wird in der Regel noch schneller abgebaut. Es gibt jedoch Langzeitmarker, die auch noch nach längerer Zeit den Konsum von Alkohol oder bestimmten Drogen, insbesondere im Haar, anzeigen können.

 

Ist ein Abstinenznachweis auch gültig, wenn ich ihn im Ausland erbracht habe?

Ob ein im Ausland erbrachter Abstinenznachweis anerkannt wird, hängt von den jeweiligen Institutionen und Behörden ab. Es ist ratsam, dies im Vorfeld zu klären. In der Regel müssen bestimmte Standards und Zertifizierungen erfüllt sein, damit der Nachweis anerkannt wird.

 

Wer entscheidet, ob 6 oder 12 Monate Abstinenz?

Die Entscheidung über die Länge des erforderlichen Abstinenznachweises hängt in der Regel von der spezifischen Situation und den Anforderungen der entsprechenden Behörde ab. Bei einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) wird die Länge des Abstinenznachweises von der Begutachtungsstelle für Fahreignung (BfF) festgelegt, oft basierend auf der Art und Schwere des vorherigen Drogen- oder Alkoholkonsums.

 

Wie lange ist ein Abstinenznachweis gültig für die MPU?

Ein Abstinenznachweis sollte möglichst aktuell sein, wenn Sie ihn für die MPU einreichen. In der Regel sollte der letzte Test im Abstinenznachweis nicht mehr als vier Monate zurückliegen. Sobald Sie die letzte Probe für Ihren Abstinenznachweis abgegeben haben, sollten Sie die MPU so schnell wie möglich beantragen.