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MBSR-Kurs im April

Raus aus dem Autopiloten – Stressbewältigung durch Achtsamkeit

Was haben Stressbewältigung und Achtsamkeit mit der MPU zu tun? Und warum kann es hilfreich sein, sich im Zusammenhang mit der MPU mit diesen Themen zu beschäftigen? Neben einer fundierten und qualifizierten verkehrspsychologischen MPU-Beratung können auch viele weitere Methoden dabei unterstützen, wichtige Veränderungsprozesse in Gang zu setzten, um die MPU beim ersten Anlauf zu bestehen. MBSR möchten wir Ihnen heute vorstellen.

 

Eine Einladung zum Geburtstag oder zu einer Party mit Freunden löst meistens Freude und andere positive Empfindungen aus. Eine Einladung zur MPU schafft das eher nicht – sie löst im ersten Moment meist jede Menge Stress aus.

 

Stress bzw. der Umgang mit Stress, so zeigen die Vorbereitungsgespräche mit unseren MPU-Teilnehmern, führt aber in den meisten Fällen erst dazu, dass es zu Delikten, Suchtmittelmissbrauch und Fehlverhalten im Straßenverkehr kommt. Die Konsequenz ist dann oft eine Alkohol MPU, Drogen MPU oder Punkte MPU. Stehen wir unter Stress, gelingt es uns oftmals nicht, gute Entscheidungen zu treffen und angemessen für uns und andere zu sorgen. Unser Nerven- und Hormonsystem aktiviert in Stresssituationen den Kampf-Flucht-Mechanismus. Dieser blockiert durch die Ausschüttung von Stresshormonen das Denken – das kann auch zu Fehlentscheidungen im Straßenverkehr führen. Deshalb wenden wir uns mit diesem Beitrag dem Thema Stress etwas ausführlicher zu und zeigen auf, was Sie neben der biographischen Arbeit mit unseren erfahrenen Verkehrspsychologen noch ergänzend tun können, um den Umgang mit Stress in ihrem Leben zu verbessern.

 

Wir alle erleben Phasen in unserem Leben, die herausfordernd sind und uns an die Grenzen unserer Belastbarkeit bringen – und manchmal auch darüber hinaus. Wir sind gestresst und reagieren in stressauslösenden Situationen oft im Autopiloten, auch wenn wir schon lange erkannt haben, dass diese Reaktionen erhebliche negative Konsequenzen für uns haben – auf körperlicher, psychischer und sozialer Ebene.

  • Doch was ist Stress eigentlich genau?
  • Und wie kann ich besser mit Stress umgehen, um insgesamt entspannter und gelassener zu sein?

 

Funktion und Nutzen von Stress

Stress ist ein überlebenswichtiger biologischer Mechanismus (Kampf-Flucht-Mechanismus), der in bedrohlichen Situationen bzw. bei Gefahr die nötigen Abläufe im Körper aktiviert und Energie bereitstellt, um schnell zu reagieren und damit das Überleben zu sichern. Hierdurch wird eine schnelle Anpassung an Belastungen und Herausforderungen gewährleistet. Dies ist nicht grundsätzlich gesundheitsschädlich. Das Problem besteht darin, dass es in der modernen Gesellschaft eine Vielzahl an Reizen gibt, die als Stressauslöser wirken können. Gleichzeitig gibt es aber kaum noch die Möglichkeit, die durch die Stressreaktion bereitgestellte Energie zu verbrauchen. Dadurch bleiben auch die Stresshormone Adrenalin und Cortisol länger im Körper bzw. kommt es zu einer dauerhaft erhöhten Konzentration, was negative Auswirkungen für Körper und Psyche hat.

 

Stress in der modernen Gesellschaft

Die Stressreize in der modernen Gesellschaft sind vielfältiger als in der Steinzeit. Oft sind es viele kleine Dinge, die passieren, sich nach und nach summieren und dann dazu führen, dass wir uns gestresst fühlen: Morgens ein wichtiger Termin – und wir kommen zu spät, auf der Arbeit ein Streitgespräch mit einem Kollegen, das wir nicht aus dem Kopf bekommen, am Nachmittag die Kinder, die ihre Hausaufgaben nicht machen und einiges von uns fordern (5 in Mathe, Sportbeutel schon wieder im Bus vergessen) und abends verbrennt dann auch noch das teure Stück Fleisch in der Pfanne – dann eben kein Abendessen für die Familie. Alltäglicher (akuter) Stress. Solche Tage gibt es. Häufen sich diese Tage jedoch und kommt dann noch ein zusätzlicher Stressor dazu, wie zum Beispiel eine schwere Krankheit eines Angehörigen, wird aus akutem Stress leicht chronischer Stress, wenn wir keinen förderlichen Umgang damit finden. Dann reichen plötzlich Kleinigkeiten, um uns aus der Bahn zu werfen, bzw. um die automatische Stressreaktion auszulösen. Wann dieser Moment erreicht ist, welche Reize als Stressauslöser wirken und welche Stressreaktionen ausgelöst werden, ist individuell. Auch die Stresssymptome, die sich auf Dauer einstellen, variieren stark: Der eine bekommt Magenprobleme, der andere reagiert über das Herz-Kreislauf-System oder bekommt Schlafstörungen oder Rückenprobleme, um nur einige Möglichkeiten zu nennen.

 

Stress bewusst machen

Was also tun? Aussteigen, dieser hektischen und fordernden Gesellschaft den Rücken kehren? Auch wenn wir manchmal davon träumen, kommt es für die meisten von uns wohl nicht in Frage und würde ja auch heißen, dass wir auf vieles Schöne verzichten müssten. Also gilt es, einen anderen Umgang mit den Anforderungen und der Hektik zu finden und damit einen Veränderungsprozess einzuleiten. Der erste Schritt ist deshalb, die „vielen kleinen Dinge“ (Stressreize, Stressoren) zu bemerken. Bemerken, dass da etwas in mir, in meinem Körper, in meinem Geist passiert, wenn ich die Zeit knapp kalkuliere und zu spät komme, wenn ich mich schon wieder mit dem Kollegen streite, wenn die Kinder meine Erwartungen nicht erfüllen… Vielleicht verkrampft sich mein Bauch, verspannt sich mein Nacken, wird mir heiß oder kalt oder ich bekomme Kopfschmerzen. Oder ich werde ungeduldig, ärgerlich, wütend, möchte nur noch schreien. Diese Dinge lassen sich mit etwas Übung beobachten. Ein neuer Blick auf den gegenwärtigen Moment wird möglich, ein Freiraum entsteht. Wahlmöglichkeiten für eine Reaktion werden erkennbar – die erstmal darin bestehen können, Abstand zu gewinnen oder eine Pause einzulegen.

Deshalb ist es wichtig, die Signale des Körpers und des Geistes sehr genau wahrzunehmen, um sich anbahnenden Stress frühzeitig zu erkennen. Dies gelingt mit Achtsamkeit.

 

Achtsamkeit – Bewusstes Erleben

Die Praxis der Achtsamkeit unterstützt Sie dabei, sich selbst und den Stress in ihrem Leben bewusster wahrzunehmen, denn sie lehrt, im gegenwärtigen Moment präsent zu sein und mit dem, was ist, auf förderliche Weise umzugehen.

 

Achtsamkeit fördert:

  • Einen gesunden Umgang mit Stress und körperlichen Beschwerden
  • Bessere Konzentration und Bewusstheit
  • Den Ausstieg aus dem Autopiloten
  • Selbstfürsorge und Mitgefühl
  • Stärkung sozialer Kompetenzen
  • Ausgeglichenheit und mehr Energie

 

MBSR – Das Format zum Einstieg in die Achtsamkeitspraxis

Ein kompaktes 8-wöchiges Format, das Ihnen viele nützliche „Tools“ an die Hand gibt, um mit Stress besser umgehen zu können. Das Programm wurde von Jon Kabat-Zinn und Kollegen Ende der 1970er Jahre entwickelt und hat sich seitdem in vielen Bereichen etabliert – so zum Beispiel im Gesundheitswesen, im Bildungsbereich und in Unternehmen. Dies liegt einerseits daran, dass es sich um ein nicht religiöses, weltanschauliches Format handelt, andererseits aber auch daran, dass die Wirksamkeit mittlerweile auf einem breiten wissenschaftlichen Fundament steht, so dass der positive Nutzen für den Einzelnen, aber auch für die Gemeinschaft weithin anerkannt ist.

 

Ihr 8-Wochen-Lernweg für eine lebenslange Praxis

Durch die regelmäßige Praxis sowie die wöchentlichen Kurstage lernen Sie als Teilnehmende eines MBSR-Kurses bei LERNLAND nach und nach, wie Sie ihr Leben achtsamer gestalten können und so zu mehr Lebensfreude und Gelassenheit gelangen.

Ich freue mich darauf, Sie dabei zu unterstützen!

Herzliche Grüße

Inga Schulz

Weitere Informationen zum Kurs finden Sie auf meiner Webseite:

https://www.lernland-coaching.de/stessbewaeltigung-mbsr/mbsr/was-ist-mbsr/

 

Kostenlose Erstberatung

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