MPU-Fehler

Die 6 größten MPU-Fehler

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Wir werden Ihnen in diesem Blogartikel die 6 größten MPU-Fehler zeigen, die Sie vor und während Ihrer MPU-Vorbereitung unbedingt vermeiden sollten. Ansonsten laufen Sie Gefahr, Ihre MPU zu verzögern und viel Geld durch Extrakosten zu verlieren. Von den strapazieren Nerven ganz zu schweigen. 

MPU-Fehler 1: Zu spät mit seiner MPU-Vorbereitung beginnen.

Wir erleben es in unseren Beratungen sehr häufig, das Betroffene erst mit Ihrer MPU-Vorbereitung beginnen bzw. beginnen, sich über Inhalt und den Ablauf einer MPU zu informieren, wenn eine MPU bereits von der Führerscheinstelle offiziell angeordnet wurde. Sehr häufig wird auch kurz vor Ablauf der gerichtlich festgelegten Sperrfrist mit der MPU-Vorbereitung begonnen. Der späte Beginn der Vorbereitung ist in vielen Fällen ein zeitintensiver Fehler. Werden beispielsweise Abstinenzbelege für eine positive Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) benötigt, können diese nicht so schnell beigebracht werden. Die MPU verzögert sich dann gerne um 6 oder 12 Monate.

MPU-Fehler - Die größten MPU-Fehler vor und während Ihrer MPU-Vorbereitung.

Von 6844 Befragten, die sich noch in Ihrer MPU-Vorbereitung befanden und sich gerade noch über die Voraussetzungen einer positiven MPU informierten, beantworteten 37,4 Prozent auf die Frage „Wann ist Ihre MPU voraussichtlich?“, dass Ihre MPU innerhalb von 30 Tagen stattfinden soll. Erfahrungsgemäß sind 30 Tage nicht genug Zeit, um sich ausreichend auf seine MPU vorzubereiten. In Einzelfällen ist es jedoch möglich. 23 Prozent gaben an, dass sie noch 3 Monate Zeit für Ihre MPU-Vorbereitung haben. 25,2 Prozent wussten noch nicht so genau, wann Ihre MPU stattfinden soll. Der beste Zeitpunkt für eine bevorstehende MPU lässt sich meist schnell in einer Erstberatung klären. 14,3 Prozent wollten Ihre MPU innerhalb von 12 Monaten ablegen. Bemerkenswert ist der hohe Anteil derjenigen, die sich noch mitten in Ihrer Vorbereitung befanden, aber Ihre MPU innerhalb von 30 Tagen ablegen wollten. 

Tipp 1

Umgehend nach der Auffälligkeit Kontakt mit einem Verkehrspsychologen aufnehmen und die Voraussetzungen für eine positive MPU abklären.

MPU-Fehler 2: Geduldig darauf warten, dass die Führerscheinstelle oder das Gericht einem mitteilt, welche Voraussetzungen für eine positive MPU erfüllt werden müssen

Immer wieder bekommen wir in unseren kostenlosen Erstberatungen von Betroffenen zu hören, dass sie es nicht wussten, dass Abstinenzbelege benötigt werden. Weder das Gericht noch die Führerscheinstelle haben darüber informiert. In der Führerscheinstelle sitzen Sachbearbeiter und das Strafmaß setzt ein Richter fest. Ob Sie Abstinenz für eine positive MPU benötigen, können diese beiden Berufsgruppen nicht einschätzen. Zum einen kennen sie Ihr Konsumverhalten nicht und zum anderen gehört eine solche Einschätzung nicht zu den Aufgaben eines Sachbearbeiters oder eines Juristen.

Unsere Auswertungen zeigen, dass 15,5 Prozent der Befragten während Ihrer Vorbereitung beispielsweise gar nicht wussten, wie Abstinenz richtig nachgewiesen werden kann und nahmen fälschlicherweise sogar an, dass Leberwerte vom Hausarzt ausreichend seien. Leberwerte genügen nicht den CTU-Kriterien und sind daher für eine MPU nicht verwertbar. Diese Zahlen zeigen deutlich, wie wichtig es ist, sich über alle Bereiche seiner bevorstehenden MPU gut zu informieren, damit Fehler während der Vorbereitung vermieden werden können.

Tipp 2

Nicht warten, dass jemand auf Sie zukommt und Sie informiert! Bitte eigenständig und rechtzeitig informieren.

MPU-Fehler 3: Oberflächliche Aufarbeitung

Wir erleben es auch immer wieder, dass Betroffene nach einer negativen MPU zu uns kommen und überhaupt nicht nachvollziehen können, warum die erste MPU negativ ausgefallen ist. Oft wird dann noch hinzugefügt, dass man sich ja intensiv vorbereitet hat. Meistens stellt sich dann aber im weiteren Gesprächsverlauf heraus, dass die Vorbereitung hauptsächlich im Internet stattgefunden hat und recht oberflächlich war. 

Ein sehr verbreiteter Fehler sind Bagatellisierungen im psychologischen Gespräch. In einer anderen Befragung von uns antworteten 40,4 Prozent (1131 Befragte), dass man es nicht zugeben sollte, wenn man mehrmals alkoholisiert am Straßenverkehr teilgenommen hat. Diese Annahme ist aber grundlegend falsch! Man sollte immer transparent und offen antworten. Ist man einmal mit Alkohol im Straßenverkehr aufgefallen, ist es statistisch sehr wahrscheinlich, dass man bereits mehrmals unter Alkoholeinfluss am Straßenverkehr teilgenommen hat. Dies sollte man dann auch zugeben. Bagatellisierungen sind in der Regel auf eine unzureichende Vorbereitung zurückzuführen. 

Tipp 3

Intensive MPU-Vorbereitung. YouTube und Google lediglich als Ergänzung nutzen.

MPU-Fehler 4: Ehrlichkeit reicht

Oft bekommen wir Anrufe von Betroffenen, die 1-2 Wochen später Ihre MPU ablegen möchten und schnell noch ein paar Fragen klären möchten. Wir bekommen dann nicht selten zu hören: „Ich gehe einfach zur MPU und erzähle alles ganz ehrlich. Das wird dann schon reichen. Ich habe nichts zu verbergen und es wird nie wieder vorkommen. Der Führerscheinverlust hat wehgetan. usw.“ Eine offene und ehrliche Darlegung des Sachverhalts ist eine Voraussetzung für eine positive MPU, ersetzt aber unter keinen Umständen eine tiefgreifende Aufarbeitung der zugrunde liegenden Problematik.

Tipp 4

Informieren sich Sie umfassend über die Inhalte und die Struktur einer MPU.

MPU-Fehler 5: Zu große Lücke in den Abstinenzbelegen entstehen lassen

Oft beginnen Betroffene rechtzeitig mit ihren Abstinenzbelegen, stellen den Führerscheinantrag dann aber zu spät oder die Bearbeitung des Antrags dauert zu lange oder sie bekommen lange keinen MPU-Termin. Abstinenzbelegen sind jedoch nur 4 Monate gültig. Nach 4 Monaten verlieren sie ihre Gültigkeit und können in der MPU nicht mehr verwertet werden. Im schlimmsten Fall müssen Sie das komplette Abstinenzkontrollprogramm noch einmal durchlaufen.

 

Tipp 5

Sobald sich abzeichnet, dass die Lücke 4 Monate überschreiten könnte, sofort mit der Fortführung des Abstinenzkontrollprogramms beginnen oder sich die Haare wachsen lassen.

MPU-Fehler 6. Nach dem Abstinenzkontrollprogramm wieder Alkohol trinken

Viele Betroffene sind abstinenzpflichtig und nehmen auch an einem Abstinenzkontrollprogramm teil. Viele Betroffene denken jedoch, dass Sie nach Beendigung des Kontrollprogramms wieder trinken dürfen und gehen dann mit dieser Einstellung zur MPU. Dürfen Sie auch, man darf immer trinken, wenn man es möchte. Aber nicht, wenn man seine MPU bestehen möchte. Wenn man abstinenzpflichtig ist, darf man nach Beendigung des Kontrollprogramms weiterhin keinen Alkohol trinken. In einigen Fällen ist nach Beendigung des Abstinenzkontrollprogramms ein sogenannter kontrollierter Alkoholkonsum möglich. Weitere Infos finden Sie auch unter kontrolliertes Trinken

 

Tipp 6

Gut informieren, ob man abstinenzpflichtig ist oder nicht. Im Zweifelsfall auf jeden Fall weiterhin auf Alkohol verzichten.

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