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Dauer MPU-Vorbereitung: Wie lange dauert die Vorbereitung auf die MPU?

Ganz sicher haben Sie sich schon einmal die Fragen gestellt: Wie lange muss man sich auf eine MPU vorbereiten? Oder wie lange dauert eine MPU-Vorbereitung? Gerne möchten wir hierzu ein wenig Licht ins Dunkle bringen und Ihnen erklären, wie lange die MPU Vorbereitung dauert und was Sie beachten sollten, um erfolgreich durch die Medizinisch-Psychologische-Untersuchung zu kommen.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

Haben sich bei uns Menschen gewisse Verhaltensmuster erst einmal eingebrannt, ist es sehr schwierig, diese wieder loszuwerden. Dies kann das Ritual sein, nach dem Nachhausekommen erst einmal eine Flasche Bier zu öffnen und vor dem Fernseher zu entspannen oder aber auch die Angewohnheit jeden Sonntag zum Frühschoppen zu gehen.

 

Wir Menschen lieben Rituale und gewohnte Muster. Sie geben uns Sicherheit und in einer sich ständig verändernden Welt einen gewissen Halt. Dummerweise schleichen sich stellenweise auch Dinge ein, auf die wir nicht stolz sind oder die nicht gut für uns sind. Wir machen es dennoch.

 

Dazu gehört ganz sicher auch das Fahren unter Alkoholeinfluss. Hat man es einmal getan und ist davongekommen, macht man es wieder und wieder und wieder. Alkoholmissbrauch ist übrigens der häufigste Grund für die Anordnung einer MPU. (Quelle: Bundesamt für Straßenwesen)

 

Nun scheint offenbar ein Zeitpunkt in Ihrem Leben gekommen zu sein, an dem Sie nicht mehr so leicht davongekommen sind und sich nun mit dem Thema MPU beschäftigen müssen.

Wann sollte ich mit der MPU Vorbereitung beginnen?

Die MPU selbst ist nur die Spitze des Eisbergs. Die eigentliche Medizinisch-Psychologische Untersuchung ist das Ende eines langen Prozesses. Während der Dauer der Vorbereitung auf die MPU geht es darum, die Verhaltensmuster, die einen überhaupt in diese Situation gebracht haben, zu erkennen, zu ändern und zu verinnerlichen.  Dieser Veränderungsprozess sollte so früh wie möglich beginnen, da es eine lange Zeit dauert, bis man die neuen Wege wirklich verinnerlicht hat. Ab besten, man beginnt direkt nach dem aktenkundigen Delikt mit seiner MPU-Vorbereitung.

Veränderungsprozess … loading …

Wie lange eine MPU insgesamt dauert, ist schwer zu sagen und individuell sehr verschieden. In jedem Fall geht es um einen Veränderungsprozess, der Zeit braucht. Ein solcher Prozess gliedert sich zumeist in vier Phasen:

 

Dauer MPU-Vorbereitung: Wie lange dauert die Vorbereitung auf die MPU? |

1. Phase: Erkennen der zu verändernden Maßnahme, Situation oder Gewohnheit

Sie müssen sich darüber vollkommen bewusst sein, welche Dinge geändert werden müssen und warum. Sie müssen die Veränderung zudem wirklich wollen und die Vorteile darin sehen. Sie müssen aufhören, sich Sachen schönzureden oder nach Ausreden zu suchen.

 

Eine häufig beobachtete Situation sind Probleme am Arbeitsplatz, Stress mit dem Chef bzw. den Kollegen oder Überforderung. Um diesem Druck standzuhalten, greifen viele zum Alkohol.

2. Phase: Treffen Sie eine klare Entscheidung und legen Sie fest, wo Sie hinwollen

Benennen Sie den zu verändernden Tatbestand beim Namen. Seien Sie bei der Setzung von Zielen sehr konkret. Machen Sie Ihr Ziel messbar. Möglicherweise muss man sich Teilziele setzen, um zwischendurch kleine Erfolge verbuchen zu können.

 

Um bei unserem obigen Beispiel zu bleiben: Hier hilft nur eine Aussprache mit dem Chef, eine Reduzierung des Stressniveaus oder gar ein Wechsel des Arbeitsplatzes.

3. Phase: Ändern Sie Schritt für Schritt die Dinge, die es zu ändern gilt

Nun ist die Zeit der Umsetzung gekommen. Arbeiten Sie die vorher festgelegten Maßnahmen nach und nach ab, um Ihrem Ziel immer näherzukommen. Involvieren Sie Ihre Familie oder enge Freunde, die Ihnen dabei helfen und Sie unterstützen können.

4. Phase: Verinnerlichen Sie die Veränderungen

Diese Phase wird vermutlich die längste Zeit in Anspruch nehmen. Sie müssen ihren inneren Schweinehund überwinden und das neue Verhalten so tief bei sich einbrennen, dass man Sie nachts wecken könnte und sie würden nach dem neuen Plan verfahren (und nicht in alte Verhaltensmuster zurückfallen).

Das Hauptproblem muss Priorität haben

Versuchen Sie, das wahre Hauptproblem zu identifizieren und greifen Sie dieses mit allen Mitteln an. Versuchen Sie sich auf ein Thema zu konzentrieren und nicht gleichzeitig zu viele Dinge verändern zu wollen.

 

Entscheiden Sie sich zum Beispiel für einen Wechsel des Arbeitsplatzes, muss es nicht auch gleichzeitig die Erwartung eines Karrieresprungs oder die Annahme einer Tätigkeit in einer anderen Stadt sein. Manchmal können zu viele Veränderungen einen einfach überwältigen, was dann zur Folge hat, dass man am Ende nichts wirklich unternimmt.

Was hat das alles mit der Dauer der Vorbereitung auf die MPU zu tun?

Stellt man sich die Frage nach der Dauer der Vorbereitung auf die MPU, geht es im Grunde genau um die vorgenannten vier Phasen, die es in dieser Zeit zu erarbeiten und durchzuführen gilt. Um möglichst erfolgreich durch die MPU zu kommen, sollte man so früh wie möglich mit der Vorbereitung beginnen, denn alle vier Phasen benötigen Zeit, insbesondere Phase 4.

Welche Rolle spielt der Abstinenznachweis bei der Dauer der Vorbereitung auf die MPU?

Man muss einerseits die Dauer des Vorbereitungskurses auf die MPU berücksichtigen, andererseits den persönlichen Veränderungsprozess, aber auch den möglichen Abstinenznachweis für 6 oder 12 Monate.

 

Ist tatsächlich ein solcher Nachweis erforderlich, braucht allein dieser den vorgegebenen Zeitrahmen von 6 oder 12 Monaten. Diese Zeit kann man selbstverständlich parallel nutzen, um den persönlichen Veränderungsprozess umzusetzen.

 

Es ist übrigens nie zu spät, mit diesem Prozess zu beginnen. Es ist immer noch besser, man bereitet sich professionell begleitet eine kürzere Zeit auf die MPU vor, als gar nicht.

Was ist der Abstinenznachweis?

Der Abstinenznachweis muss in vielen Fällen für 6 oder 12 Monate erbracht werden, wenn bei Ihrem Vergehen Alkohol oder Drogen im Spiel waren. Hierbei werden in bestimmten Abständen Urin- oder Haarproben genommen und auf entsprechende Rückstände untersucht.

 

Wichtig zu wissen ist, dass nicht automatisch ein Abstinenznachweis erbracht werden muss. In unserer kostenlosen Erstberatung können wir gemeinsam herausfinden, wie es sich bei Ihnen verhält.

Auch bei einer MPU wegen Punkten oder einer Straftat ist eine Veränderung notwendig

Der Abstinenznachweis ist zwar nur bei Drogen– oder Alkoholdelikten relevant, eine Veränderung jedoch auch in Fällen von Straftaten oder zu vielen Punkten. Immerhin hat ein bestimmtes, negatives Verhalten dazu geführt, dass Sie Ihr Punktekonto überzogen oder eine Straftat begangen haben. Hier ist demnach ebenso der oben beschriebene, vierstufige Prozess der Veränderung notwendig.

 

Die Dauer der Vorbereitung auf die MPU richtet sich hierbei also nicht nach dem Abstinenznachweis, sondern einzig an Ihrer persönlichen Entwicklung. Die Dauer einer MPU Vorbereitung in diesen Fällen können Sie so am ehesten beeinflussen. Je stärker und konsequenter Sie bei Ihrem Veränderungsprozess vorgehen, umso eher sind Sie bereit für die Medizinisch-Psychologische Untersuchung.

Dauer der MPU Vorbereitung: Fazit

Je früher Sie mit der Vorbereitung auf die MPU beginnen, desto besser. Auf der anderen Seite muss man aber auch sagen, dass auch eine späte Teilnahme an einem Vorbereitungskurs immer noch besser ist, als vollkommen unvorbereitet zur medizinisch-psychologischen Untersuchung zu gehen.

 

Bei der Vorbereitung dreht sich im Grunde alles um eine Veränderung. Es geht darum, das zugrundeliegende Verhalten zu ändern und diese Veränderungen zu implementieren und tief zu verwurzeln. Dieser Prozess braucht einfach eine gewisse Zeit, zumindest wenn man dem MPU-Psychologen glaubhaft darlegen möchte, dass man sich wirklich verändert hat.

 

Um die Frage “Wie lange dauert die Vorbereitung auf die MPU?” so gut wie möglich in Ihrem Fall abwägen zu können, empfehlen wir unsere kostenlose MPU-Erstberatung.

 

Mit einer Note von 4,97 von 5 bei 220 Bewertungen auf Provenexpert dürfen wir stolz auf viele hochzufrieden Kunden zurückblicken.
Zum Autor:
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Gunnar Hoyer

Dipl.-Psychologe, Verkehrspsychologe, ehemaliger MPU-Gutachter, Psychologischer Psychotherapeut sowie Gründer der MPU-Akademie. Unser Ziel ist Ihre Mobilität.

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